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Internationaler Frauentag: Gemeinsam für eine gerechte Zukunft von Mädchen und jungen Frauen

06. März 2026

Zum 8. März macht das Mädchenzentrum Osnabrück auf die anhaltenden Herausforderungen aufmerksam, mit denen Mädchen und junge Frauen konfrontiert sind. Trotz gesellschaftlicher Fortschritte leiden Mädchen und junge Frauen weiterhin unter patriarchalen Strukturen. Noch immer können sie sich nicht an allen Orten sicher fühlen, sind psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt, noch immer werden ihnen Zugänge zu elementaren Lebensbereichen und freier Entfaltung erschwert.

Mädchen und junge Frauen brauchen sichere Orte, verlässliche Unterstützung und Inspiration, um ihren eigenen Weg selbstbestimmt zu finden. Hanna Krombach, pädagogische Fachkraft im Mädchenzentrum Osnabrück erklärt: „Wir stehen für Gemeinsamkeit, gegenseitigen Respekt und gleiche Rechte für alle. Deshalb kämpfen wir für eine bessere Zukunft unserer Besucherinnen und aller Mädchen und jungen Frauen – und fordern die Politik auf, mädchenspezifische Angebote langfristig und verlässlich zu sichern.“

Das Mädchenzentrum Osnabrück ist der offene Treff des Osnabrücker Mädchenhaus und bietet einen sicheren Ort und eine Anlaufstelle für Mädchen und junge Frauen von 8 bis 21 Jahren. Begleitet von pädagogischen Fachkräften setzen sich die Besucherinnen mit Themen wie Schule, Familie, Krisen oder Selbstbestimmung auseinander und erfahren Empowerment. Für viele der Mädchen und jungen Frauen stellt das Angebot einen wichtigen Zugang zu Unterstützung und Teilhabe dar.

Das Osnabrücker Mädchenhaus bietet Mädchen und jungen Frauen Schutz und pädagogische Begleitung in Krisensituationen. In drei stationären Wohngruppen finden insbesondere psychisch belastete Mädchen und junge Frauen einen geschützten Raum, in dem sie Stabilität erfahren, ihre Resilienz stärken und neue Perspektiven entwickeln können. Als eines von drei Mädchenhäusern in Niedersachsen übernimmt das Osnabrücker Mädchenhaus eine wichtige Leuchtturmfunktion für die landesweite Mädchenarbeit. Das Mädchenhaus befindet sich in Trägerschaft der Evangelische Jugendhilfe Haus Neuer Kamp e. V.
Svea Kroes, pädagogische Geschäftsführerin der Einrichtung ergänzt: „Wir wollen deutlich machen, dass Mädchen und junge Frauen verlässliche Schutzräume brauchen. Sicherheit, Sichtbarkeit und echte Teilhabe sind für sie noch immer keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen weibliche Stimmen stärken und uns klar gegen patriarchale, soziale und ökonomische Ungleichheiten positionieren. Eine solidarische Gesellschaft misst sich daran, wie konsequent Rechte, Chancen und Lebensrealitäten von Mädchen und jungen Frauen geschützt und erweitert werden.