
Schule, Arbeit und Förderbereich
Wir finden es wichtig, dass du jeden Tag eine sinnvolle Beschäftigung hast. Gemeinsam suchst du mit deinen Betreuer*innen die passende Tätigkeit für dich.
Schule und Weiterbildung
Alle Schulformen sind in der Nähe und leicht erreichbar. Für Volljährige gibt es nach der Schulpflicht auch Möglichkeiten wie Volkshochschulkurse oder das Abendgymnasium. Brauchst du Nachhilfe in bestimmten Fächern? Wir unterstützen dich dabei.
Ausbildung & Beruf
Dein Einstieg ins Berufsleben ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir begleiten dich bei der Suche nach einer Ausbildung, einem Praktikum, einer überbetrieblichen Maßnahme oder sogar beim Studium.
Förderbereich
Wenn Schule oder Ausbildung aktuell noch nicht möglich sind, kannst du unseren hausinternen Förderbereich besuchen (nach Zustimmung des Jugendamts). Dort entdeckst du deine Stärken wieder, lernst neue Fähigkeiten und bereitest dich auf den Weg nach draußen vor.

Action Painting - ein Beispiel für die Arbeit im Förderbereich
„Was ist das überhaupt?“ „Das werdet ihr gleich schon sehen!“ – So begann unsere Einheit zu dem Thema Action Painting im Förderbereich. Beim Action Painting kommen jede Menge Hilfsmittel zum Einsatz, die man im ersten Moment wohl als eher unorthodox beschreiben würde. Und so wurde schon bei der Sichtung der Einweg-Overalls klar: das wird heute kein gewöhnliches Malen mit Pinsel und Farbe. Während unter anderem Toilettenbürsten, Wasserpistolen, Tennisbälle und Zahnbürsten aus dem großen Pappkarton geholt wurden, legten eine Mitarbeiterin gemeinsam mit einer Bewohnerin die noch leere Leinwand in dem Garten des Förderbereichs aus. Das wichtigste beim Action Painting: Vorab findet keine Planung statt, es wird einfach losgelegt. Erst zögerlich, dann immer selbstbewusster und experimentierfreudiger brachten die Teilnehmer*innen des Förderbereichs die Farbe auf die Leinwand. Während des Prozesses kam eine ganz neue Seite der Bewohner*innen zum Vorschein. „Besonders schön fand ich, dass man gemerkt hat, dass der Perfektionismus nicht mehr so da war. Ich hatte das Gefühl, dass die Bewohner*innen keine Druck hatten, etwas falsch zu machen.“, berichtet Elena Vossik, Sozialpädagogin im Förderbereich. Auch von Seiten der jungen Menschen kam positives Feedback. Die Grundstimmung war sehr positiv und trotz Erschöpfung nach der Aktion wirkten alle zufrieden mit dem Ergebnis und dem Prozess.
Das Action Painting geht auf den Amerikaner Jackson Pollock zurück. Der Künstler entwickelte in den 1940er Jahren die sogenannte „Dripping-Technik“, bei welcher Farbe auf die Leinwände getropft und geschüttet wird, ohne dass man diese direkt berührt. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich die Technik weiter. Heute werden alle möglichen Materialien benutzt – Hauptsache ist, dass man der Kreativität freien Lauf lässt. Neben der Förderung von Kreativität und emotionalem Ausdruck kann diese Kunstform weitere spannende Effekte auf den Menschen haben. Durch das freie Werfen, Schießen oder Schütten von Farbe können Anspannung und Stress abgebaut werden. Gleichzeitig regen diese Techniken zu Bewegung und Aktivierung an. Dadurch, dass der Prozess im Vordergrund steht und es keine Vorgaben gibt, wird zudem der Leistungsdruck abgebaut, was die Angst vor Fehlern verringern kann.












